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Der Taubenturm
befindet sich auf dem ehemaligen Gutshof von Fredersdorf. Der Turm gehört
zu den wenigen Bauten, die aus der Geschichte des alten Ortes Fredersdorf
im Original erhalten sind. Durch die angrenzenden Bäume wird der
Turm in vielen Monaten des Jahres regelrecht verhüllt. Nur wer genau
hinsieht, wird ihn entdecken, obgleich er in unmittelbarer Nähe zur
Kirche steht. Er gehört zum Dorfbild von Fredersdorf und sollte erhalten
werden.
Der Turm gliedert sich in drei Geschossebenen.
Das Erdgeschoss ist durch eine Tür in der
Nordwestseite zu erreichen. Ein Fenster in der
Nordseite bringt nur wenig Tageslicht in das
Erdgeschoss.Die Raumhöhe beträgt 2,10
m.
Das Obergeschoss wird durch eine Treppenstiege,
die auf der Südseite durch eine Außentür
erreichbar ist, erschlossen. In dieser Ebene
befinden sich drei Wandöffnungen, die Licht
in das Innere des Turms lassen. Die Raumhöhe
beträgt hier ebenfalls 2,10 m.
Der Dachboden ist über eine
Anstellleiter und über eine Öffnung
in der Geschossdecke des Obergeschosses zugänglich.
Die Raumhöhe beträgt hier im Mittel
1,50 m.
Der Heimatverein Fredersdorf-Vogelsdorf e.V.
regte die Erstellung einer Dokumentation und
die Ideenfindung für die Neugestaltung
und Nutzung des Turmes an. Von dem Gründungsmitglied
unseres Heimatvereins, Frau Dipl-Ing.Hannelore
Korth wurde dieses Projekt forciert und vorbereitet.
Von zwei Studenten im 6. Fachsemester an der
Fachhochschule für Technik und Wirtschaft
Berlin, Studiengang Bauingenieurwesen, wurden
nach Aufmaß ingenieurtechnische Unterlagen
und eine Fotodukumentation erstellt.
Aussagen
zur ehemaligen Nutzung des Turms konnte Frau Korth nach umfangreichen
Recherchen von einem Zeitzeugen, ehemals Bewohner des Gutshofes, erhalten.
Der Turm als damaliges Kleinod und Mittelpunkt von umgebenden Stallungen
und Wohngebäuden wurde hauptsächlich als Tierbehausung genutzt.
Im Erdgeschoss befinden sich zwei Trocken-Klosetts, die von den Bauern
des Gutshofes benutzt wurden, da es keine Toiletten in den Wohnungen gab.
Die beiden Türen dieser Klosetts auf der Südostseite sind heute
zugemauert. Ein unteres Loch über dem Fußboden des Erdgeschosses
war eine "Öffnungstür" für Kaninchen, die sich
je nach Wetterlage und Jahreszeit im Turm bzw. außerhalb im Freien
aufhalten konnten. Im oberen Teil des Turmes tummelten sich viele Tauben
und andere Vögel.
Im Traufbereich an der Südwestseite befindet
sich noch heute ein Eisengestänge. Hier
war eine Glocke angebracht, die vom Inspektor
des Gutes zum Arbeitsbeginn angeschlagen wurde.
Für die weitere Nutzung des
Turmes wurden mehrere Vorschläge gemacht..
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