|
|||||||||||
| Home | Über uns | wichtige Hinweise | Projekte | Vorstand | Impressum | Kontakt |
| Bilder Wohnort | Archiv | Gästebuch | lokale Links | Überblick | Geschichte | Wetter |
|
Die
Fredersdorfer Kirche
|
|||
|
Die Kirche besitzt einen kleinen Vorraum und eine kleine Orgelempore. Im Keller der Kirche befinden sich insgesamt 13 Särge mit den Toten der Gutsbesitzerfamilie von Görtzke, der jahrhundertelang die Güter Fredersdorf, Bollensdorf und Vogelsdorf gehörten. 1710 wurde auch der Innenausbau der Kirche für 350 Taler 11 Groschen und 3 Pfennige (einheitliche barocke Innenausstattung) durchgeführt. Der Turm war ursprünglich mit Eichenholz gedeckt und wurde 1892 mit Schiefer gedeckt. Im November 1943 wurden Dach und Turm durch den Luftdruck beim Niedergang einer Bombe schwer beschädigt. Der Wiederaufbau begann nach 1945, der Turm wurde mit Schieferplatten gedeckt, das Gebälk der Kirche zum Teil erneuert und das Dach mit Ziegeln gedeckt. Die damaligen Kosten der Wiederherstellung betrugen in etwa 29.000, Mark. Die beiden alten Glocken, die eine mit einer Inschrift aus dem Jahre 1594, waren nach dem 1. Weltkrieg noch erhalten, weil sie großen Altertumswert hatten. Ein Großteil damaliger Kirchenglocken wurde eingeschmolzen. Während des 2. Weltkrieges erließ der damalige Ministerpräsident Göring im Jahre 1940 die Anordnung über die Erfassung von kriegswichtigen Metallen. Damit war auch die Anmeldung und Ablieferung der Glocken aus Bronze angeordnet. In jeder Kirchengemeinde sollte aber eine Glocke verbleiben. Am 20.04.1942 wurde eine Glocke (die aus dem Jahre 1594) abgenommen und abtransportiert (sie wog 289 kg). Im Jahre 1960 wurden in Apolda (Thüringen) zwei neue Glocken für unsere Kirche gegossen. Es klingen die Töne h" und e" an. Die große Glocke trägt den Spruch: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden Fredersdorf 1960", die kleine Glocke trägt den Spruch: Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit Fredersdorf 1960" Auf dem Kirchengelände befindet sich ein Erbbegräbnis in Form eines Mausoleums. In diesem stehen 4 Särge mit den Toten der gräflichen Familie Podewils. Graf Heinrich von Podewils war zu Zeiten Friedrich des Großen Staatsminister und nach dem Ausscheiden der Familie Görtzke Besitzer der Güter in Fredersdorf, Vogelsdorf und Bollensdorf. Im September 1982 wurden
Kirche und Mausoleum neu geputzt. Ein Jahr
später, im April 1983, brach bei einem Sturm
die hölzerne Turmspitze mit dem Knauf (Turmkugel")
ab. Mit Hilfe eines Krans des Sonderbauvorhabens
Berlin gelang der Aufsatz einer neuen Stahlkonstruktion.
Die Kugel wurde geöffnet, die darin befindlichen
Papiere kopiert und um neue ergänzt. Mitte
der 80er Jahre wurde auch die Kirche von innen
neu ausgemalt. Nur der Altar sollte noch ein
paar Jahre warten, weil dringendere Restaurationen
in anderen Kirchen ausstanden. Dabei ist es
vorläufig geblieben, denn eine neue Sorge
tauchte auf... Das historische Tor von 1710
hatte sich bedenklich geneigt und war gerissen.
Mit Hilfe von Fördergeldern konnte das Tor,
sowie die alte Mauer, welche die Kirche umgibt,
1997 saniert werden. Das Mausoleum wurde 1998
rekonstruiert und mit einem neuen Anstrich
versehen. Dabei mußten die Wände erst wissenschaftlich
analysiert werden, um eine annähernd historische
Farbe ermitteln zu können. |
|