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Entwicklung Fredersdorfs nach 1945

Im Sommer 1958 wurde in Fredersdorf die erste LPG gegründet. Man muß dazu sagen, daß die Landwirtschaft in Fredersdorf eine eher untergeordnete Rolle spielte, denn bei 4400 Einwohnern gab es lediglich 16 Bauern. 1959/60 wurde in Fredersdorf die Radrennbahn gebaut. Zuvor hatte man jedoch auch eine Sanierung der Badeanstalt in der Nähe des Fredersdorfer Bahnhofs in Erwägung gezogen. Doch da diese auf Petershagener Gebiet lag, wurde diese Idee schnell fallengelassen. Nach der Wende konnte 1993 die mittlerweile in die Jahre gekommene Radrennbahn mit Hilfe von Landesmitteln rekonstruiert werden. Durch Platzprobleme bedingt, begann man 1960 mit der Erweiterung der Schule in Fredersdorf-Süd, die 1971/72 beendet werden konnte. Bis zum Jahr 1984 wurde der Ausbau der Kurt-Schlosser-Oberschule (heute 2. Grundschule) beendet. Ein bedeutsames Problem in Fredersdorf verursachte über die Jahre immer wieder ein hoher Grundwasserstand. Dadurch kam es wiederholt zu Kellerüberschwemmungen. Als Antwort auf dieses Problem wurden zum Beispiel die Entwässerungsgräben gesäubert und erweitert. So wurden mit Schwerpunkt bis 1983 eine Reihe von diesen Maßnahmen durchgeführt. Doch auch danach kam es immer wieder zu Grundwasserproblemen. Auch heute sollte infolge extremer Witterungsperioden mit diesem Problem gerechnet werden. Mit der Wende 1989 begann eine Reihe drastischer Veränderungen in Fredersdorf und Vogelsdorf. Ein regelrechter Bauboom setzte ein, verbunden mit einem rasanten Bevölkerungsanstieg (Vergleichen Sie dazu auch im Bereich Statistiken die Bevölkerungsentwicklung). Eine Verwaltungsreform wurde in Brandenburg durchgeführt, in dessen Resultat sich die bisher selbständigen Gemeinden Vogelsdorf und Fredersdorf am 5. Dezember 1993 zusammenschlossen. Auf kommunaler Ebene konnten ebenfalls einige Veränderungen beobachtet werden. An dieser Stelle sei zum Beispiel die, seit der Wende in mehreren Etappen durchgeführte, Erweiterung der 2. Grundschule erwähnt. Desweiteren werden in der Gemeinde seit einigen Jahren Abwasserleitungen verlegt, die zum Teil auch so manchen Frust unter den Autofahrern hervorgerufen haben mögen. Aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht ist die Entwicklung an Fredersdorf-Vogelsdorf nicht vorbeigegangen. Seit 1990 wurde mit der Planung und Erschließung des Gewerbegebietes in Fredersdorf-Nord begonnen. Es umfaßt 12,5 Hektar und kann eine Auslastung aufweisen, wie sie eine Vielzahl von anderen Gemeinden Brandenburgs nicht einmal ansatzweise realisiert haben. Ein viel größeres Projekt entstand Mitte der 90er Jahre im Ortsteil Vogelsdorf direkt an der Autobahn. Es handelt sich dabei um das sogenannte Multicenter, ein Handelszentrum mit Verkaufsflächen von 5.000, 10.000, und 20.000 m². So findet man hier neben einem Baumarkt und einem Möbelmarkt auch ein SB-Warenhaus. Daneben entstanden auch noch andere kleinere Gewerbeflächen in Fredersdorf-Vogelsdorf. Gerade durch die Nähe zu Berlin und der sehr günstigen Verkehrslage, kam es im Doppeldorf zu einer relativ positiven wirtschaftlichen Entwicklung, verglichen mit einer Vielzahl von Gemeinden und Städten im Ostteil Deutschlands.

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