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Begriffserklärungen
Kossäten Mehrzahl von Kossat. Gleichbedeutend wie Kätner, Häusler, Heuerling, Brinksitzer. Das ist eine aus dem Feudalismus stammende, regional unterschiedliche Bezeichnung für die Besitzer kleinster Anwesen. Sie waren meist als Tagelöhner bei den jeweiligen Grundherren beschäftigt.
Bede
[ndt., „Bitte", „Gebot"]
Im Mittelalter, seit dem 12. Jh. Vom Landesherrn ursprünglich bei besonderen Anlässen „erbetene" Steuer; mußte bald regelmäßig nach festen Sätzen auf der Basis des Grundbesitzes vornehmlich in Geld vor allem von Bauern entrichtet werden und wurde so zur ersten direkten Steuer in Deutschland. Adel und Geistlichkeit waren von der Bede befreit; die Städte zahlten meist nur eine geringe Pauschalsumme.
Hufe
[althochdeutsch]
Alte deutsche Maßeinheit bäuerlicher Grundbesitzanteile; sächsische Hufe 19,9 ha, fränkische Hufe 23,9 ha.
Hussiten Als Hussiten bezeichnet man die Anhänger von Jan Hus (um 1371 – 1415), einem böhmischen Reformator.
Lutizen Bezeichnung für die seit dem 6./7. Jahrhundert südöstlich der Warnow bis zur nordwestlichen Grenze der Uckermark lebenden slawischen Stämme; 928/29 von König Heinrich I. unterworfen, nach dem Slawenaufstand 983 wieder unabhängig; nach dem Zerfall des relativ starken Lutizenbundes (Zentrum Rethra) im 11. Jahrhundert, wurden die Lutizen im 12. Jahrhundert durch Albrecht den Bären endgültig unterworfen.
Slawen

Die Slawen gehören zur größten Gruppe der osteuropäischen Völker, die mit mehr als 250 Millionen Angehörigen zumeist in Ost-, Südost- und Mitteleuropa (vor allem auf der Balkanhalbinsel) und jenseits des Ural in Asien leben. Die slawischen Sprachen mit ihren vielen Dialekten gehören zur Familie der indogermanischen Sprachen. Die verschiedenen Sprachen lassen sich in drei Gruppen unterteilen: die ostslawischen Sprachen (Russisch, Belorussisch und Ukrainisch), die westslawischen Sprachen (Polnisch, Tschechisch und Slowakisch) und die südslawischen Sprachen (Slowenisch, Serbokroatisch, Mazedonisch und Bulgarisch).

Wenden

Wenden, im Mittelalter war das der deutsche Name für die Slawen. Vor allem die heute in der Ober- und Niederlausitz (Sachsen und Brandenburg) beheimateten Sorben, mit etwa 60000 Angehörigen, wurden im engeren Sinn als Wenden bezeichnet. Die Sprache der Sorben, Wendisch oder Lausitzisch, gehört zur westlichen Gruppe der slawischen Sprachen und ist verwandt mit Polnisch und Tschechisch. Sie wird heute noch von etwa 100000 Menschen gesprochen. Im so genannten Wendenkreuzzug von 1147 unterwarfen sächsische Fürsten mit polnischer und dänischer Hilfe die slawischen Stämme der Obotriten und Luitizen. Sie wurden zum Christentum bekehrt.

LPG
landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (ehemals in der DDR)
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